Lohnt sich die 4-Tage-Woche im Handwerk?
Freitag frei bei vollem Lohn: Kaum ein Argument zieht in Stellenanzeigen so stark. Aber klappt das auch auf der Baustelle, mit Kundenterminen, Notdienst und Azubis? Hier ist unsere nüchterne Einschätzung.
Für viele Betriebe ja, vor allem als Argument bei der Personalsuche. Drei freie Tage sind für Gesellen oft mehr wert als ein Euro mehr pro Stunde. Ob es im Alltag funktioniert, hängt vom Modell ab: gleiche Stunden an vier Tagen, weniger Stunden oder Teams, die sich abwechseln. Klären Sie vorher Arbeitszeitgesetz und Tarif, die Erreichbarkeit für Kunden am fünften Tag und die Frage, ob Ihre Leute zehn Stunden körperlich durchhalten.
Welche Modelle der 4-Tage-Woche gibt es im Handwerk?
- 4 × 10 Stunden: volle Wochenarbeitszeit, voller Lohn, ein zusätzlicher freier Tag
- 4 × 9 Stunden: etwas weniger Arbeitszeit, je nach Vereinbarung mit oder ohne Lohnausgleich
- Rollierend: Der Betrieb bleibt fünf Tage erreichbar, die Teams wechseln sich mit dem freien Tag ab
Die meisten Handwerksbetriebe steigen mit dem ersten Modell ein. Es kostet keine Arbeitsstunden, spart eine An- und Abfahrt pro Woche und ist nach außen trotzdem ein starkes Argument.
Ist die 4-Tage-Woche mit 10 Stunden rechtlich erlaubt?
Grundsätzlich ja. Das Arbeitszeitgesetz erlaubt bis zu zehn Stunden pro Tag, wenn im Schnitt von sechs Monaten acht Stunden pro Werktag nicht überschritten werden. Achten Sie auf die Pausen (45 Minuten bei mehr als neun Stunden), auf Fahrzeiten zur Baustelle und auf Überstunden, die den Rahmen sprengen würden. Dazu kommen die tariflichen Regelungen Ihres Gewerks. Für minderjährige Auszubildende gelten engere Grenzen.
Lassen Sie Ihr Modell vor der Einführung von Ihrer Innung, Ihrem Verband oder einem Arbeitsrechtler prüfen. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.
Was bringt die 4-Tage-Woche dem Betrieb?
- Ein Alleinstellungsmerkmal in der Stellenanzeige, das jeder sofort versteht
- Weniger Fahrten und weniger Rüstzeiten. Längere Tage auf der Baustelle sind oft produktiver
- Zufriedenere Mitarbeiter und ein gutes Argument, wenn der Wettbewerb abwerben will
- Ein freier Tag für Arzttermine und Behördengänge, also weniger Fehlzeiten unter der Woche
Welche Probleme gibt es in der Praxis?
- Kunden und Bauleiter erwarten auch freitags jemanden am Telefon
- Notdienst und Wartungsverträge müssen an allen Tagen besetzt sein
- Zehn Stunden körperliche Arbeit sind hart, besonders im Sommer und für ältere Kollegen
- Azubis mit Berufsschultagen und Minderjährige passen nicht in jedes Modell
- Nicht jeder im Team will es. Manche haben lieber früh Feierabend
Sie überlegen, mit der 4-Tage-Woche um Fachkräfte zu werben? Wir zeigen Ihnen, wie das in einer Kampagne wirkt.
Termin buchenWie teste ich die 4-Tage-Woche ohne Risiko?
Machen Sie einen Pilotversuch: eine Kolonne, drei Monate, klare Regeln für Überstunden, Urlaub und Krankheit. Fragen Sie vorher das Team. Werten Sie danach ehrlich aus, wie es um Produktivität, Kundenrückmeldungen und Stimmung steht. Erst dann entscheiden Sie für den ganzen Betrieb.
Bringt die 4-Tage-Woche neue Bewerber?
Sie hält Ihre Leute. Neue bringt sie nur, wenn Fachkräfte außerhalb Ihres Betriebs davon erfahren. In einer Anzeige, die den richtigen Leuten in Ihrer Region gezeigt wird, gehört sie zu den stärksten Argumenten überhaupt. Wie das konkret aussieht, besprechen wir gern im Erstgespräch.
4-Tage-Woche als Recruiting-Argument: So setzt Profitseiten sie ein
Wir machen Ihre Vier-Tage-Woche zum Kern der Social-Recruiting-Kampagne. Ihre Mitarbeiter erzählen im Video, wie ihr freier Freitag aussieht, und die Anzeigen erreichen Fachkräfte in Ihrer Region. Passt das Modell nicht zu Ihrem Betrieb, suchen wir mit Ihnen die Argumente, die stattdessen ziehen.
Welches Arbeitgeberargument bringt Ihnen die meisten Bewerbungen? Finden Sie es im kostenlosen Erstgespräch mit Profitseiten heraus.
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