Fachkräfte gewinnen: Was tun, wenn sich auf die Stelle niemand bewirbt?
Die Anzeige läuft seit Monaten. Es kommen drei Bewerbungen, zwei passen nicht, der dritte sagt kurz vor dem Gespräch ab. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, liegt es sehr wahrscheinlich nicht an Ihrer Stelle.
Die meisten Fachkräfte haben einen Job und suchen nicht. Viele würden trotzdem wechseln, wenn das Angebot stimmt und der Wechsel keinen Aufwand macht. Wer nur eine Anzeige schaltet und wartet, erreicht diese Leute nie. Dafür brauchen Sie ein Angebot, das sich in einem Satz erklären lässt, und eine Bewerbung, die am Handy in einer Minute erledigt ist. Und Sie müssen dort auftauchen, wo diese Leute abends ohnehin sind.
Warum bewirbt sich niemand auf meine Stellenanzeige?
Weil sie fast niemand sieht, der für Sie interessant wäre. Jobbörsen funktionieren wie ein Schaufenster: Es schaut nur hinein, wer gerade vorbeikommt. Eine gute Pflegekraft, ein erfahrener Elektriker oder eine eingearbeitete Buchhalterin kommt dort nicht vorbei. Die haben Arbeit.
Das heißt nicht, dass sie zufrieden sind. Der Chef nervt, der Arbeitsweg ist zu lang, die Schichten passen nicht mehr zur Familie. Nur reicht das nicht, um sich abends hinzusetzen und Bewerbungen zu schreiben. Diese Gruppe ist um ein Vielfaches größer als die der aktiv Suchenden, und mit einer klassischen Anzeige kommen Sie an sie nicht heran.
Wo finde ich Fachkräfte, die gar nicht suchen?
Dort, wo sie ihre Freizeit verbringen. Bei gewerblichen Berufen und in der Pflege sind das vor allem Facebook und Instagram, bei kaufmännischen und akademischen Profilen zusätzlich LinkedIn. Über bezahlte Anzeigen legen Sie fest, wer Ihre Stelle sieht: welcher Beruf, welcher Umkreis, welches Alter. Das kostet Geld. Aber Sie zahlen für Reichweite bei den richtigen Leuten und nicht für einen Platz in einer Liste.
Unterschätzt wird oft die eigene Belegschaft. Wer gern bei Ihnen arbeitet, kennt meistens zwei, drei ehemalige Kollegen, die woanders unglücklich sind. Fragen Sie nach. Das ist der günstigste Kanal, den Sie haben.
Was muss in meinem Angebot stehen, damit jemand wechselt?
„Attraktive Vergütung, flache Hierarchien, tolles Team“ steht in jeder Anzeige und bewegt niemanden. Wer einen sicheren Job hat, wechselt für etwas Greifbares. Ein paar Beispiele, die wir in Kampagnen immer wieder verwenden:
- Eine Gehaltsspanne als Zahl statt „nach Vereinbarung“
- Vier-Tage-Woche oder ein Dienstplan, der vier Wochen im Voraus steht
- 15 Minuten Arbeitsweg statt 50
- Ein Firmenwagen, der auch privat genutzt werden darf
- Ein Chef, den man vor der Bewerbung schon im Video gesehen hat
Sie müssen nicht alles bieten. Ein einziger Punkt, in dem Sie klar besser sind als der jetzige Arbeitgeber, reicht oft.
Wie viele passende Fachkräfte gibt es für Ihre Stelle in Ihrem Umkreis? Das prüfen wir im kostenlosen Erstgespräch.
Termin buchenWie kompliziert darf die Bewerbung sein?
Gar nicht. Wer nicht aktiv sucht, hat keinen aktuellen Lebenslauf in der Schublade und schreibt kein Anschreiben. Ein Formular am Handy mit vier, fünf Fragen genügt für den ersten Kontakt: Ausbildung, Berufserfahrung, Wohnort, Telefonnummer. Den Rest klären Sie am Telefon.
Wie schnell muss ich mich bei Bewerbern melden?
Am selben Tag, spätestens am nächsten. Das klingt streng, hat aber einen einfachen Grund: Die Wechsellaune hält nicht lange. Wer sich am Dienstagabend nach einem schlechten Tag bei Ihnen meldet und bis zur folgenden Woche nichts hört, hat sich mit seinem Job wieder arrangiert. Oder er hat beim Wettbewerber unterschrieben, der schneller war.
Unsere Faustregel: Rückruf innerhalb von 24 Stunden, Gespräch innerhalb einer Woche, Zusage oder Absage innerhalb von zwei Wochen.
Wie lange dauert es, bis die Stelle besetzt ist?
Ehrliche Antwort: Wochen, nicht Tage. Es hängt von Beruf, Region und Ihrem Angebot ab. Zur Einordnung zwei Beispiele aus unseren Kampagnen. Ein Berliner SHK-Betrieb hat in acht Wochen zwei Anlagenmechaniker eingestellt. Ein Sanierungsunternehmen hat in drei Monaten 13 Stellen in sechs Gewerken besetzt. Es gibt auch Stellen, bei denen wir vorab sagen, dass es schwierig wird. Das gehört zu einer seriösen Einschätzung dazu.
Fachkräfte gewinnen mit einer Recruiting-Agentur: Was Profitseiten übernimmt
Wir sind eine Recruiting-Agentur aus Berlin und machen für unsere Kunden genau das, was in diesem Artikel steht: Angebot schärfen, Videos mit den echten Mitarbeitern drehen, Kampagnen in der Region schalten und Bewerber am Telefon vorqualifizieren. Sie führen nur noch die Gespräche mit Leuten, die grundsätzlich passen. Auf Agenturmarkt.de haben uns 31 Kunden mit durchschnittlich 4,8 von 5 Sternen bewertet, die Fallstudien stehen dort öffentlich.
Sie wollen wissen, ob das für Ihre Stelle funktioniert? Buchen Sie ein kostenloses Erstgespräch mit Profitseiten.
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