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Ratgeber · Fachkräfte im Handwerk

Wie schreibe ich eine Stellenanzeige, auf die sich Handwerker wirklich bewerben?

Die meisten Stellenanzeigen im Handwerk lesen sich wie Behördenpost mit Firmenlogo. Wer so schreibt, wie er auf der Baustelle redet, und dazu sagt, was er zu bieten hat, fällt sofort auf.

Autorisierter INQA-Coach 2026–2027 – Agil in die digitale Zukunft
Lesezeit 5 Min. · Stand September 2026
Kurz beantwortet

Eine gute Stellenanzeige im Handwerk sagt in den ersten drei Zeilen, was der Bewerber bekommt. Was er können muss, kommt danach. Sie nennt Zahlen statt Floskeln und verlangt nur, was für den Job wirklich nötig ist. Die Bewerbung klappt in zwei Minuten am Handy. Und die Anzeige läuft dort, wo Handwerker sie auch sehen.

Welcher Titel funktioniert bei einer Stellenanzeige im Handwerk?

Niemand sucht nach „Teamplayer mit Herz fürs Handwerk“. In den Titel gehört die Berufsbezeichnung, die ein Geselle selbst benutzt, dazu Ihr stärkstes Argument und der Ort. Zum Beispiel: „Anlagenmechaniker SHK (m/w/d), 4-Tage-Woche, Raum Potsdam“. Damit entscheidet jemand in drei Sekunden, ob ihn das betrifft.

Was gehört an den Anfang der Stellenanzeige?

Die klassische Anzeige beginnt mit „Wir sind ein traditionsreiches Unternehmen …“ und kommt nach zwanzig Zeilen zu den Benefits. Drehen Sie das um. Wer einen Job hat, liest nur weiter, wenn er sofort sieht, was für ihn besser wird:

  • Stundenlohn oder Gehaltsspanne als Zahl
  • Die Arbeitszeit konkret, zum Beispiel Montag bis Donnerstag, Freitag frei
  • Firmenwagen, auch privat nutzbar
  • Baustellen im Umkreis von 30 Kilometern, keine Montage
  • Kein Notdienst, oder Notdienst nur freiwillig und mit Zuschlag

Welche Floskeln sollte ich streichen?

„Familiäres Betriebsklima“, „leistungsgerechte Bezahlung“, „abwechslungsreiche Tätigkeit“: Das steht in jeder Anzeige und sagt deshalb nichts. Machen Sie den Test. Könnte der Satz genauso bei Ihrem Wettbewerber stehen? Dann raus damit. Schreiben Sie lieber, woran man es merkt: „Bei uns kennt der Chef jeden beim Vornamen und steht freitags mit am Grill.“

Wie viele Anforderungen darf ich stellen?

So wenige wie möglich, denn jede Anforderung kostet Bewerber. Trennen Sie hart zwischen Muss und Kann. Gesellenbrief und Führerschein sind vielleicht Pflicht. Fünf Jahre Berufserfahrung, Deutsch auf Muttersprachniveau und „hohe Belastbarkeit“ sind es meistens nicht. Gute Leute, die einen Punkt nicht erfüllen, bewerben sich gar nicht erst.

Achtung Gleichbehandlungsgesetz: Formulierungen wie „junges Team“ oder „Muttersprachler“ können als Diskriminierung gewertet werden. Geben Sie immer (m/w/d) an, machen Sie keine Altersangaben und begründen Sie Anforderungen mit der Tätigkeit. Im Zweifel kurz rechtlich prüfen lassen.

Liegt es an Ihrer Anzeige oder am Kanal? Wir schauen im Erstgespräch gemeinsam drauf.

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Soll ich das Gehalt in die Stellenanzeige schreiben?

Wenn Sie marktgerecht oder besser zahlen: ja, unbedingt. Eine Spanne reicht. Wer nichts nennt, wird von Bewerbern so gelesen: zahlt wahrscheinlich schlecht. Und wer wirklich unter dem regionalen Niveau liegt, hat kein Problem mit der Anzeige. Er hat ein Problem mit dem Angebot, und das löst kein Text.

Wie sollte die Bewerbung ablaufen?

„Senden Sie Ihre vollständigen Unterlagen per E-Mail“ ist der Satz, an dem die meisten Bewerbungen scheitern. Bieten Sie den einfachsten Weg an: ein kurzes Formular am Handy, eine WhatsApp-Nummer oder einen Rückruf. Den Lebenslauf können Sie später immer noch anfordern.

Warum bringt meine Stellenanzeige trotzdem keine Bewerbungen?

Weil auch eine starke Anzeige auf der Jobbörse nur Menschen erreicht, die aktiv suchen. Richtig wirkt sie erst, wenn Fachkräfte sie sehen, die gerade nicht suchen. Wie das für Ihr Gewerk und Ihre Region aussieht, klären wir im Erstgespräch.

Stellenanzeige erstellen lassen und die richtigen Leute erreichen

Wir formulieren Ihre Anzeige und bringen sie als Social-Recruiting-Kampagne vor die Fachkräfte, die nicht aktiv suchen. Dazu gehören das Arbeitgeberprofil, ein Video aus Ihrem Betrieb, die Bewerbung in 60 Sekunden und die Vorqualifizierung am Telefon. So wird aus einem Text ein Ablauf, der verlässlich Bewerbungen bringt.

Ihre Stellenanzeige bringt keine Bewerbungen? Lassen Sie Profitseiten einen Blick darauf werfen, kostenlos im Erstgespräch.

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Wir schauen uns Ihre offene Stelle, Ihre Region und Ihr Angebot an und sagen Ihnen ehrlich, ob und wie wir helfen können.

  • Potenzialcheck: Wie viele passende Fachkräfte gibt es in Ihrem Umkreis?
  • Eine ehrliche Einschätzung, woran Ihre bisherige Suche scheitert
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