Fachkräfte aus dem Ausland fürs Handwerk: Lohnt sich das?
Wenn der regionale Markt leer scheint, liegt der Gedanke nahe: Dann holen wir eben Leute aus dem Ausland. Das kann funktionieren. Es ist aber ein anderes Projekt, als die meisten Betriebe erwarten.
Als langfristige Strategie ja, als schnelle Lösung nein. Bei Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten kommen die Anerkennung der Berufsqualifikation, das Visum, ein Sprachkurs und die Wohnungssuche auf Sie zu. Das dauert meist viele Monate, und im Betrieb muss sich jemand darum kümmern. EU-Bürger können sofort anfangen, werden aber von vielen Betrieben umworben. Prüfen Sie vorher, ob der regionale Markt wirklich ausgeschöpft ist.
Was ist der Unterschied zwischen Fachkräften aus der EU und aus Drittstaaten?
Fachkräfte aus EU-Ländern dürfen ohne Visum und Arbeitserlaubnis bei Ihnen anfangen. Schwierig sind hier die Sprache, die Wohnung und die Frage, ob jemand auf Dauer bleibt. Gute Handwerker aus Polen, Rumänien oder Kroatien werden außerdem längst von vielen deutschen Betrieben umworben und verdienen inzwischen auch zu Hause besser.
Bei Fachkräften aus Drittstaaten kommen das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, die Anerkennung der ausländischen Berufsqualifikation und das Visumverfahren dazu. Es gibt ein beschleunigtes Verfahren über die Ausländerbehörde, das die Abläufe verkürzen kann. Rechnen Sie trotzdem in Monaten und nicht in Wochen.
Was kostet es, Fachkräfte aus dem Ausland zu holen?
- Das Honorar einer spezialisierten Vermittlungsagentur
- Anerkennungsverfahren, Übersetzungen und Gebühren
- Sprachkurs vor und nach der Einreise
- Anreise und Unterkunft in den ersten Monaten
- Die Zeit, die jemand im Betrieb für die Betreuung braucht. Dieser Posten wird am häufigsten unterschätzt
Woran scheitert die Integration ausländischer Fachkräfte?
- Sprache auf der Baustelle: Für Arbeitssicherheit und Kundenkontakt reichen Grundkenntnisse nicht
- Wohnraum: Ohne Unterkunft gibt es keinen Arbeitsantritt
- Fehlender Anschluss: Wer abends allein sitzt, ist nach einem halben Jahr wieder weg
- Ein Team, das niemand vorbereitet hat
- Falsche Erwartungen auf beiden Seiten bei Lohn, Aufgaben und Tempo
Integration ist Chefsache. Betriebe, bei denen es funktioniert, haben einen festen Ansprechpartner, helfen bei Wohnung und Behörden und holen das Team ins Boot, bevor der neue Kollege ankommt.
Bevor Sie im Ausland suchen: Wir prüfen kostenlos, wie viele wechselbereite Fachkräfte es in Ihrer Region noch gibt.
Termin buchenFür welche Betriebe lohnt sich die Suche im Ausland?
Für Betriebe, die dauerhaft mehrere Stellen besetzen müssen, sechs bis zwölf Monate Vorlauf einplanen können und jemanden haben, der sich um Behörden, Wohnung und Einarbeitung kümmert. Wer eine einzelne Stelle schnell besetzen muss, ist mit diesem Weg fast immer falsch beraten.
Habe ich in meiner Region wirklich schon alles versucht?
Viele Betriebe sagen, sie hätten „überall gesucht“. Gemeint sind meistens Jobbörse, Arbeitsagentur und Mundpropaganda. Damit erreicht man nur die Leute, die gerade aktiv suchen. Die Fachkräfte im Umkreis, die einen Job haben und trotzdem wechseln würden, hat noch niemand angesprochen. Das geht schneller, kostet weniger, und eine Sprachbarriere gibt es nicht. Ob in Ihrer Region noch etwas zu holen ist, lässt sich vorab prüfen.
Erst regional Fachkräfte finden: Der Potenzialcheck von Profitseiten
Bevor Sie Zeit und Geld ins Ausland stecken, prüfen wir kostenlos, wie viele wechselbereite Fachkräfte es für Ihre Stelle in Ihrer Region gibt. Oft lässt sich die Stelle über eine regionale Social-Recruiting-Kampagne schneller und günstiger besetzen. Die neuen Mitarbeiter sprechen dann die Sprache, und ihr Abschluss ist sofort anerkannt. Gibt der regionale Markt tatsächlich nichts her, sagen wir Ihnen auch das.
Wie viele Fachkräfte gibt es in Ihrer Region wirklich? Fordern Sie den kostenlosen Potenzialcheck von Profitseiten an.
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