Mitarbeiter werben Mitarbeiter: Lohnt sich ein Empfehlungsprogramm?
Die beste Stellenanzeige ist ein zufriedener Mitarbeiter, der seinem alten Kollegen sagt: Komm zu uns. Das funktioniert erstaunlich gut. Trotzdem schlafen die meisten Empfehlungsprogramme nach ein paar Monaten ein.
Ja, es lohnt sich. Empfohlene Kandidaten passen in der Regel besser, bleiben länger und kosten weniger als jede andere Einstellung. Das Programm läuft aber nur, wenn Ihre Leute Sie wirklich empfehlen würden, wenn die Prämie ohne Diskussion gezahlt wird und wenn das Empfehlen so einfach ist wie eine WhatsApp-Nachricht. Als einziger Kanal reicht es selten.
Warum funktionieren Mitarbeiterempfehlungen so gut?
Ihre Mitarbeiter kennen den Job, das Team und den Chef. Und sie kennen die Leute, die sie empfehlen. Niemand holt einen Bekannten in einen Betrieb, in dem er selbst unglücklich ist. Und niemand empfiehlt jemanden, für den er sich später schämen müsste. Diese doppelte Vorauswahl bekommt kein anderer Kanal hin. Dazu kommt: Der Empfohlene weiß vorher ziemlich genau, worauf er sich einlässt.
Warum kommen trotz Prämie keine Empfehlungen?
Ein Empfehlungsprogramm ist ein Stimmungsbarometer. Wenn trotz Prämie nichts kommt, liegt das selten an der Höhe der Prämie. Dann lohnt sich die unbequeme Frage, was im Betrieb nicht stimmt. Eine Prämie kann Zufriedenheit nicht kaufen. Sie kann sie nur in Bewegung bringen.
Wie baue ich ein Empfehlungsprogramm auf, das nicht einschläft?
- Eine Prämie mit einfachen Regeln, zum Beispiel ein Teil bei Vertragsunterschrift und der Rest nach der Probezeit
- Ein Meldeweg ohne Formular: Name und Telefonnummer an eine feste Person reichen
- Alle offenen Stellen sichtbar für jeden, am Schwarzen Brett, im Intranet oder in der Team-Gruppe
- Eine schnelle Rückmeldung an den Empfehlenden, was aus seinem Tipp geworden ist
- Regelmäßig daran erinnern, bei jeder Betriebsversammlung und bei jeder neuen Stelle
Wie hoch sollte die Prämie für eine Mitarbeiterempfehlung sein?
Üblich sind Beträge zwischen einigen hundert und wenigen tausend Euro, je nachdem, wie schwer die Stelle zu besetzen ist. Zum Vergleich: Eine Personalvermittlung kostet schnell einen fünfstelligen Betrag. Dagegen ist auch eine großzügige Prämie günstig. Wichtiger als die Höhe ist, dass sie pünktlich kommt und niemand darum betteln muss.
Steuerlich zählt die Prämie in der Regel zum Arbeitslohn und ist damit steuer- und sozialversicherungspflichtig. Klären Sie die Abwicklung vorab mit Ihrer Lohnbuchhaltung.
Empfehlungen allein reichen nicht mehr? Im Erstgespräch zeigen wir, wie Sie Fachkräfte außerhalb Ihres Netzwerks erreichen.
Termin buchenWo liegen die Grenzen von Mitarbeiter werben Mitarbeiter?
- Das Netzwerk Ihrer Belegschaft ist endlich. Nach den ersten Empfehlungen wird es dünn
- Empfehlungen lassen sich nicht planen. Sie kommen, wenn sie kommen
- Teams werden ähnlicher, wenn alle aus demselben Bekanntenkreis stammen
- Eine abgelehnte Empfehlung kann den Empfehlenden verärgern. Gehen Sie damit sorgfältig um
Mehr Reichweite als jedes Empfehlungsprogramm: Social Recruiting mit Profitseiten
Am besten funktioniert beides zusammen. Das Empfehlungsprogramm holt die Treffer aus dem eigenen Umfeld. Wir sorgen für alle, die Ihre Mitarbeiter nicht kennen: Ihre Leute stehen in den Videos vor der Kamera, die Anzeigen erreichen passende Fachkräfte in Ihrer Region, und die Bewerber landen vorqualifiziert in Ihrem Bewerberportal.
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